KHBi3

Biennale
der vernachlässigten Lebensformen
02. – 09. Juli 2016

3. KloHäuschen Biennale

Kuratorin: Dr. Susanne Schmitt

Prolog
Das KloHäuschen im Flugzeug zur 12. Istanbul Biennale, 2011: „In recent years we have seen a lot of biennials. They look like and want to look like everything but an exhibition. We have decided to make a real exhibition.“ Und das KloHäuschen liebte die Kuratoren der 12. Istanbul Biennale sofort. Weil die Ausstellung um ihrer selbst willen da sein darf so wie das KloHäuschen um seiner selbst willen da ist. Und niemandem dient oder „nützlich“ ist. Zufrieden mit dem was es ist. Und da will das KloHäuschen auch mal eine „Kunstausstellung“ zu Gast haben. Ja, und zwar alle 2 Jahre. Die beste, die es kriegen kann.

Mit

9 Volt | Adam Zaretsky | Anette Friedrich Johannessen | Anna Rose | Anne Percoco | Campus Novel | Carolin Wenzel | Eben Kirksey | Ella von der Haide | Ellie Irons | Fiona Davies | Heidi Mühlschlegel | Izabela Leska | Janean Williams | Judith Egger | Katharina Weishäupl | Katrin Petroschkat | Laurie Young | Lutz Weinmannn | Manuela Müller | Martin Leibinger | Myrna Lee Pronchuk & JJ Jones | Natalie Doonan | Natalie Göltenboth | Nicola von Thurn | Nikolai Vogel | Sanne van Gent | Silke Markefka | Stephanie Müller | THE HERCULES AND LEO CASE | Tommy Schmidt & Athor | Unsensiblo Chamaeleon ||

Auf Schritt und Tritt stolpern wir über Lebewesen aus Flora und Fauna (und..?), die ungeliebt und vernachlässigt sind, die weder schön noch nützlich zu sein scheinen, nur stören, Nerven töten, gar gefährlich sind oder den Blick verschandeln. Ungeliebte Formen des lebendigen Tierischen, Pflanzlichen und anderen sind aber auch diejenigen, die schlichtweg vernachlässigt werden, von Fürsorge und Zuwendung ausgeschlossen sind. Sie verschandeln den Blick nicht; sie geraten gar nicht erst ins Blickfeld.

At every step we stumble over forms of life flora, fauna, funghi, and others that seem unloved and neglected and appear to be neither beautiful nor useful. They are irritating, tidious, even dangerous or simply spoil the view. But unloved forms of the living animals, plants and others are also those who are simply ignored, excluded from care and attention. They do not spoil the view; they never even get into the focus of attention.

Biennale der Vernachlässigten Lebensformen

Als Gegenentwurf zum anthropozentrischen Alltag der menschlichen Stadtbewohner zeigt Susanne Schmitt mit ihrer Biennale der vernachlässigten Lebensformen Formen von Alltag, (Be)wohnen, Sozialität und Zuhause sein auf, die eben nicht den Menschen, der für uns sowieso normalerweise im Zentrum steht, in den Mittelpunkt stellen, sondern diese anderen dezentralen Lebensformen auf Augenhöhe des Besuchers holen. Die liebevolle Zuwendung zum Unscheinbaren, Verworfenen und Vernachlässigten ist Thema dieser augenzwinkernden und trotz oder gerade deswegen auch sehr ernsten Biennale.
 
Mit diesem Vorschlag rennt Susanne Schmitt beim KloHäuschen natürlich offene Türen ein, ist es doch selber ein Ort, der nicht unbedingt dem üblichen Schönheitsideal entspricht, deshalb früher gerne als notwendiges Übel übersehen, ja am Ende sogar zugesperrt wurde, und erst seit den Maßnahmen zu seiner “Beseelung” in seiner Schönheit und Souveränität auch öffentlich erkannt wird.
 
So ist das KloHäuschen höchst erfreut, anläßlich seiner KloHäuschen Biennale – KHBi, die es seit 2012 – ganz wie seine „großen Vorbilder“ Venedig oder Istanbul – alle zwei Jahre als internationale Kunstausstellung ausrichtet, in Zusammenarbeit mit Susanne Schmitt bekannten und unbekannten “vernachlässigten Lebensformen” nachzuspüren.

The Biennial of
neglected Life Forms

As a counterpart to the anthropocentric everyday life of human city dwellers, Susanne Schmitt features with her Biennial of neglected Forms of Life forms of everyday life, being alive, sociality and being at home, that usually never make it to the center of attention. The loving attention to the insignificant, rejected and neglected is the subject of this tonguein cheek and yet very serious Biennale.
 
This concept of Susanne Schmitt fits perfectly with KloHäuschen. It is itself a place that does not correspond to the usual beauty ideal and is therefore often overlooked as a rather necessary evil. KloHäuschen is a former public toilet at a corner of Munich’s famous wholesale market. The ”arrangements to ensoul the old public toilet at Munich’s wholesale market” make sure that its beauty and sovereignty is publicly recognized.
 
KloHäuschen is delighted to announce its KloHäuschen Biennial – KHBi3, which -existing since 2012- is now taking place for the third time being quite like Venice or Istanbul an international art exhibition. For this Biennial KLoHäuschen will trace in collaboration with Susanne Schmitt unknown „neglected forms of life“ as part of its continuing ensoulment.

Eröffnung / OPENING

02. Juli 2016 . 20 Uhr

Die Ausstellung

ÖFFNUNGSZEITEN / OPENING HOURS

03.-08. Juli 2016 . 17-19 Uhr

+

Alle Künstler* uNd alle Arbeiten
ausführlich im

KataloG / CATALOGUE

Alle Künstler. Texte zu Konzept und Raum. + 2 Bonushefte mit zahlreichen Bildern.
Der Katalog zur Biennale.

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Auflage 150 Stück.

Termine

Lecture

Eben Kirkseyon Multispecies Pedagogy

04. Juli 2016 . 10 – 12 Uhr
supported by Rachel Carson Center

KuratorInnenführung

mit Dr. Susanne Schmitt

05. Juli 2016 . 18 Uhr

Der Raum

Der „Ausstellungsraum“ soll bei seiner Biennale kein vernachlässigtes Wesen sein, meint Das KloHäuschen. Doch woher soll ein ehemaliges Pissoir wissen, wie man so eine Ausstellungsarchitektur macht? Um das zu erforschen lädt Dr. Susanne Schmitt das KloHäuschen an, mit ihr 2015 an der Exkursion des Hauptseminars der Ethnologie unter Leitung von Prof. Dr. Natalie Göltenboth zur Mutter aller Biennalen, nach Venedig teilzunehmen.

Es geht um „Feldforschung“ – und das bedeutet, daß man sein Forschungsobjekt in seinem natürlichen Umfeld beobachtet und befragt. Und so beobachtet und befragt das KloHäuschen die Ausstellungsräume der Biennale Venedig.

In der Hauptausstellung stellt es dann fest, daß fast der gesamte Backsteinraum der Arsenalehallen mit großen Stellwänden verkleidet ist, die dunkelgrau oder weiß gestrichen sind. Und es beobachtet Schnittstellen, da wo die Stellwände auf den Raum treffen und Löcher in der weißen Verkleidung, wo der Arsenale-Raum immer wieder durch freie Stellen schaut. Und es denkt sich, daß das doch eine recht interessante Raumarbeit ist, die hohen Wände im Backsteinraum und die Berührungspunkte dazwischen. Und so will es bei seiner nächsten Biennale auch so eine Verkleidung haben. Und zum Glück kennt es rasso rottenfusser, der ihm eine solche Ausstellungsarchitektur herstellen kann.

Feldforschung, Arsenale, Venedig, 2015

Ausstellungsarchitektur KHBi3, 2016

FINALE

09. Juli 2016 . 20 Uhr

Team

Kuratorin – Dr. Susanne Schmitt
Raum – rasso rottenfusser
Grahik – Dr. Susanne Schmitt + Anja Uhlig
Biennale-Leitung – Das KloHäuschen & Anja Uhlig

Die KloHäuschen Biennale

Seit 2012 richtet Das KloHäuschen seine eigene Biennale aus.
Denn wenn man seine eigene Biennale hat, dann ist man jemand wie Venedig oder Istanbul. Das weiß doch jeder.

KHBi7
7. KloHäuschen Biennale
DIE RÄUME

13. Juli – 03. Aug 2024
KHBiSix
6. KloHäuschen Biennale
GRAND TOUR

10. Juni – 03. Juli 2022
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5. KloHäuschen Biennale
in der KH-KUNSTHALLE

10. Juli – 14. Aug 2020
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4. KloHäuschen Biennale
VON OTTOBRUNN LERNEN

30. Juni – 29. Juli 2018
KHBi3
3. KloHäuschen Biennale
Biennale der vernachlässigten Lebensformen

02. – 09. Juli 2016
KHBi2
2. KloHäuschen Biennale
TRANSFER

25. Okt – 02. Nov 2014
KHBi One
1. KloHäuschen Biennale
Biennale for One

12. Mai – 10. Juni 2012

KH #010

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