Johannes Lotz
Die Kabine

 
Von Karfreitag an wird das Auge des KloHäuschens, die Glastür, immer wieder schwarz verhängt. Und im Inneren ein noch dunklerer Ort - ein schwarzer Schrank. Schwarz und dicht, und das KloHäuschen spricht: Fragmente aus einem Text mit dem Titel "Die Kabine". Er handelt von einem Ort totaler Abschottung, wo Johannes Lotz, der Gaubenmann, in jenen drei Wochen ein- und ausgehen wird, umů ja, um was zu tun? Embryonalhaltungen einnehmen? Von innen an die Wände der Kabine klopfen, daran schaben, kratzen, sie durchbohren, rufen, singen, schreien? TÖNEN? Im Dunkeln malen, durch Bohrlöcher Licht erzeugen wie die Nadelstiche der Sterne im Tuch der Nacht? Aussteigen in dem umgebenden Klangraum, mit den Keramikfliesen, Glasbausteinen, der Emaille der Urinalskulpturen?
Und das Auge des KloHäuschens wird sich wieder öffnen. Wir werden sehen - und hören.
 
Johannes Lotz, Studium an den Kunstakademien in Mainz, Montpellier und München. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Gesang und Text bei der Band ANNE, solo als Gaubenmann, bewegt er sich als Künstler gleichermaßen in Bild, Klang und Wort, mäandert zwischen diesen Feldern hin und her. Die Kabine vereint die verschiedenen Schwerpunkte in einem Projekt - in mehreren Etappen arbeitet er sich an seine neue Platte hin. Das KloHäuschen ist die erste Station.
 

 

 
 
 
  Maßnahmen zur Beseelung des Klohäuschens an der Großmarkthalle
Ein Projekt des realitaetsbüros, gefördert vom Kulturreferat der LH München.
 
 
   
 
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