Weltlinie
 
Ja wie geht denn das?
Warum so viele Steine stapeln mit rostigen Gittern?
Das sieht ja aus wie Hochhäuser in den Pariser Banlieues. Kennst du den Film La Haine?
Warum steht das Teil vor den Glasbausteinen?
 
Das KloHäuschen Uwe Jonas
 
In der Tat hat das KloHäuschen so vieles zu bieten: Faszinierende Oberflächen, stylische Keramik, und ein ultimatives Raumkonzept. Und die transluzide Glasbausteinwand mit zwei pulsierenden Farbquellen in Bernsteingelb und Aquamarinblau schiebt sich wie ein Riegel durch den Raum, teilt diesen in ein Davor und Dahinter. Der gläserne Paravent wird aktuell von der Skulptur umschlossen und von ihr als eine lineare Bewegung in der Vertikale fortgeführt, hoch zu der verletzten Decke mit der Lampenruine.
 
Insgesamt 370 Pflastersteine werden für die intrinsische Installation mit dem Raum und der Glaswand = Weltlinie übereinander gestapelt. Sie besteht abwechselnd aus 39 Stein- und 38 Stahlgitterlagen. Um die gestapelten Lagen zu verbinden und ihnen elastische Stabilität zu verleihen, werden jeweils 4 Steine mittig an 4 senkrechten Stäben aufgefädelt. Die Pflasterwürfel werden in Verbindung mit einem der ältesten Kulturprodukte der Menschen, dem Eisen, zu einer neuen Ordnung gefügt. Die ursprüngliche Verbindung mineralischer und metallischer Elemente im Gestein wird wieder erneuert.
 
Das KloHäuschen Uwe Jonas
 
Uwe Jonas lebt in München, hat auch hier an der Kunstakademie Malerei studiert und baut seit über 20 Jahren mit an Ausstellungen und Installationen in vielen Ländern dieser Welt.
 
 

+

ein schöner Artikel von Nicole Graner und Stefanie Schwetz in der SZ vom 27. März:

--> "Schaufenster sind zum Schauen da"
 
 
Das KloHäuschen Uwe Jonas